Nachhilfe geben – Gerechtfertigt oder reine Abzocke?
Nachhilfe geben kann auf professionellem, semiprofessionellem und auch unprofessionellem Wege vor sich gehen. Sobald eine Person engagiert wird, einen Schüler oder Studenten beim Lernen zu unterstützen, spricht man von Nachhilfe geben. Als Nachhilfelehrer kommen meist pensionierte Lehrpersonen, arbeitslose Akademiker oder Schüler höherer Klassen in Frage. Es gibt jedoch auch Unternehmen, wie „Studienkreis“ oder „Schülerhilfe“, die Nachhilfe anbieten. Das Nachhilfe Geben kann sowohl in der Gruppe als auch in Form des Einzelunterrichts abgehalten werden.
Nachhilfen geben: Lehrpersonen profitieren davon – Schüler auch?
Das Nachhilfe Geben lohnt sich für die Lehrenden auf jeden Fall. In Deutschland beanspruchen ungefähr 1,5 Millionen Schüler diese Dienste. Die Preise können sehr variieren. In Bezug auf eine professionell durchgeführte Nachhilfe muss man für den Einzelunterricht schon 60-90 Euro für 90 Minuten in Kauf nehmen. Nachhilfe geben kann also ziemlich lukrativ sein.
Ob sich das Nachhilfe Geben auch auf den Schüler positiv auswirkt, hängt von mehreren Faktoren ab. Die Kompetenz des Nachhilfelehrers ist sehr entscheidend. Es geht nicht nur darum, selbst über ein adäquates Wissen zu verfügen, auch der erzieherische Aspekt bestimmt darüber mit, ob der Schüler motiviert oder demotiviert wird. Oft fühlen Kinder sich durch den Nachhilfeunterricht gemutmaßt, sich noch mehr für etwas interessieren zu müssen, das ihnen ohnehin nicht liegt.
Nachhilfe geben und die Verantwortung
Wer Nachhilfe geben möchte, sollte sich in erster Linie mit den individuellen Fähigkeiten der einzelnen Schüler auseinandersetzen. Der Nachhilfelehrer muss nämlich dort eingreifen, wo der Schulunterricht versagt. Nachhilfe geben ist kein leichtes Unterfangen. Einzelunterricht bringt fast immer mehr als der Nachhilfeunterricht in der Gruppe. Der Kostenpunkt ist diesbezüglich nicht selten ein Hindernis für betroffene Eltern. Wenn Sie sich für das Thema Nachhilfe geben näher interessieren, sind Sie herzlichst dazu eingeladen, sich auch weitere Beiträge auf hilfsunterricht.de durchzulesen.